Das Literarische Forum Basel

Seit 2007 präsentiert das Literarische Forum Basel (LFB) Texte auf besondere Art. Ergänzend zu den klassischen Autorenlesungen möchte das LFB Literatur in ihrem sinnlichen Gehalt erlebbar machen und lädt dazu das Publikum zu besonderen Themen an ebensolche Lese-Orte: vom Rhybadhüsli über die Bar Rouge im Messeturm zum Sonnenbad Margarethen, vom Rheinhafen über das Atrio Vulcanelli zum Brockenhaus.

Die Orte stehen in engem Zusammenhang zum jeweiligen Veranstaltungsthema, das wiederum einem Jahresthema folgt. Pro Jahr werden drei Abende realisiert. Die Textzusammenstellung obliegt den Mitgliedern des LFB, vorgetragen wird sie von zwei Schauspielern. Dabei wird darauf geachtet, sowohl unterschiedlichen Epochen und literarischen Gattungen wie auch lokalen und internationalen AutorInnen Gehör zu verschaffen. Und vor allem: Leselust zu wecken.

Zusätzlich werden ab 2012 pro Jahr drei Autoren bzw. Autorinnen für einen aktuellen Text zum Abend angefragt (je ein Autorentext pro Veranstaltung zum Thema bzw. Ort). Dieser Text wird zudem in der Programmzeitung Basel im jeweiligen Veranstaltungsmonat veröffentlicht.
Bisweilen wird der Leseanlass mit einem besonderen Rahmenprogramm ergänzt. Ob klassischer Fechtkampf, literarische Verfilmung, kulinarische oder musikalische Umrahmung: auch damit verführt das LFB zu literarischen Reisen.

Geschichte

Das Literarische Forum Basel wurde am 1. Dezember 1969 gegründet. Bereits in den 1960er-Jahren organisierte Walter Widmer, der Vater von Urs Widmer, als Lehrer am Realgymnasium literarische Abende. Später wurde die Initiative durch die Studentenschaft und den Basler Buchhändler- und Verlegerverein wiederbelebt. Zum Teil langjährige LeiterInnen des Literarischen Forums Basel waren u.a. Robert Blum (Buchhändler), Ernst Reinhardt (Verleger), Ulrike Jauslin (Lehrerin), Martin Zingg (Mitherausgeber der Literaturzeitschrift «Drehpunkt»), Verena Stössinger (Schriftstellerin), Dagmar Brunner (Medienschaffende), Stine Lehmann (Übersetzerin und Publizistin), Sibylle Mauli (Bibliothekarin) und Anna Wegelin (Journalistin). Seit 2007 ist die Leitung auf die Mitglieder verteilt, die wechselnd für jeweils eine Veranstaltung verantwortlich zeichnen.

Veranstaltungsorte

Das Literarische Forum Basel hat kein eigenes Haus. Die Veranstaltungen finden entsprechend an wechselnden Orten statt.
Früher wurden die Lesungen u.a. in der Buchhandlung Blum am Totentanz durchgeführt, dann an der Universität Basel und im Schönen Haus, später im Foyer der Komödie, dann im Literaturhaus Basel und schliesslich im Vorstadt-Theater Basel.
Seit 2007 suchen wir für jede Veranstaltung einen passenden Ort.

Publikum

Wir führen eine Kartei mit rund 400 Adressen von Literaturinteressierten, die wir regelmässig über unser Programm informieren. Unter Kontakt finden Sie einen Talon, mit dem Sie sich per Mail in diese Kartei aufnehmen lassen können. Sie erhalten dann die aktuelle Vorankündigung per Post oder Email zugesandt.

Rechtsform

Keine. Das Literarische Forum Basel ist, wie Martin Zingg es in seiner Jubiläumsansprache zum 30. Geburtstag so schön formuliert hat, «ein Nicht-Verein, der lesen lässt».

Finanzierung

Von 1998 bis 2012 erhielten wir jährlich Beiträge aus dem Literaturkredit Basel-Stadt und Basel-Landschaft. Seit 1999 erhalten wir jährlich einen namhaften Beitrag von der Christoph Merian Stiftung. 2013 ist die Christoph Merian Stiftung unser alleiniger Geldgeber. Wir suchen weitere finanzielle Unterstützung und Kooperationen.

Gelegentlich kommen uns private Spenden und Zuschüsse zu. Wir freuen uns über jeden Beitrag und danken Ihnen herzlich!
Unsere Kontonummer ist PC Basel, 40-23955-5.